Räumen ist die Arbeit. Belegen ist die Haftung.
Räum- und Streueinsätze direkt am Objekt erfasst: Maßnahme, Streumittel, Menge, Foto und, mit Standort, die Messwerte der nächsten DWD-Station. Unveränderbar gespeichert und als PDF für den Auftraggeber.
Ein Einsatz, ein Eintrag: Maßnahme, Streumittel, Menge und Foto direkt am Objekt
Was ist ShiftScan für Winterdienst?
ShiftScan ist eine Zeiterfassung mit Räum- und Streunachweis für Winterdienste, Hausmeisterdienste und Garten- und Landschaftsbaubetriebe, die im Winter räumen. Mitarbeiter stempeln per QR-Code, NFC-Tag oder App am Objekt ein und erfassen jeden Einsatz mit Maßnahme (Räumen, Streuen oder beides), Streumittel, Menge in Kilogramm, Notiz und auf Wunsch Foto und Unterschrift. Wird der Einsatz in der App mit Standort erfasst, speichert ShiftScan die Messwerte der nächstgelegenen Station des Deutschen Wetterdienstes dazu: Temperatur und Niederschlag der letzten Stunde. Jeder Eintrag hängt in einer Hash-Kette und lässt sich weder ändern noch löschen. Das Räumzeitfenster aus der Gemeindesatzung wird je Objekt hinterlegt, und jeder Einsatz zeigt, ob er darin lag. Für den Auftraggeber entsteht ein Räumnachweis als PDF, auch über mehrere Objekte. Der Räum- und Streunachweis gehört zum Business-Tarif ab 7,90 € je aktivem Mitarbeiter und Monat (mindestens 10 Plätze). Die ersten 30 Tage laufen mit vollem Funktionsumfang und ohne Kreditkarte.
Kennst du das?
Der Sturz wird im März gemeldet, geräumt wurde im Januar, und belegt ist nur ein Haken auf Papier
Jede Gemeinde hat eigene Räumzeiten, und der Dienstplan kennt keine davon
Ob es zum Einsatzzeitpunkt überhaupt glatt war, kann später niemand mehr sagen
So löst ShiftScan das.
Einsatz am Objekt erfassen
Der Mitarbeiter stempelt per QR-Code oder NFC-Tag am Objekt ein und hält den Einsatz fest: Räumen, Streuen oder beides, Streumittel, Menge in Kilogramm und eine Notiz. Wer keine App nutzt, erfasst nach dem Scan mit seiner PIN im Browser.
Messwerte des Deutschen Wetterdienstes am Einsatz
Erfasst der Mitarbeiter in der App mit Standort, holt ShiftScan die jüngste Messung der nächstgelegenen DWD-Station dazu: Temperatur, Niederschlag der letzten Stunde und den Hinweis Glätte, wenn bei Frost Niederschlag fiel. Die Werte stehen im Eintrag und sind Teil der Hash-Kette.
Räumzeitfenster je Objekt
Die Räumzeiten stehen in der Satzung der jeweiligen Gemeinde. Du hinterlegst sie einmal für den Betrieb und überschreibst sie bei Objekten in anderen Kommunen. Jeder Einsatz zeigt dann, ob er im Zeitfenster lag. Maßgeblich ist der Zeitpunkt des Räumens, nicht der Übertragung.
Meldung, wenn bis zum Fensterende nichts erfasst ist
Je Objekt legst du die Wochentage mit Räumpflicht fest. Liegt an so einem Tag bis zum Ende des Zeitfensters kein Einsatz vor, bekommt die Verwaltung eine Push-Nachricht und eine E-Mail. Ohne hinterlegte Pflichttage bleibt die Meldung aus.
Unveränderbar gespeichert
Jeder Einsatz wird angehängt, nie überschrieben. Ändern oder Löschen lehnt die Datenbank ab, und eine Hash-Kette macht sichtbar, wenn trotzdem jemand eingreift. Fotos lassen sich jederzeit gegen ihren gespeicherten Prüfwert nachrechnen.
Räumnachweis als PDF und im Kundenportal
Für den Auftraggeber entsteht ein Winterdienst-Leistungsnachweis als PDF, für ein Objekt oder als Sammel-PDF über bis zu 30 Objekte, auf Wunsch mit Fotos und Karten der Streurouten. Im Kundenportal sieht der Auftraggeber die Einsätze mit Zeit, Notiz und Fotos selbst.
Streuroute nur mit doppelter Freigabe
Wo der Auftraggeber die gefahrene Strecke sehen will, schaltest du die Routenaufzeichnung je Objekt frei. Aufgezeichnet wird erst, wenn der Mitarbeiter am Gerät eingewilligt hat. Ohne Freigabe verwirft der Server eine gesendete Route, der Einsatz selbst bleibt gespeichert.
Streumittel als Verbrauch am Objekt
Ist im Materialkatalog ein Streumittel in Kilogramm angelegt, bucht ShiftScan die in der App erfasste Menge als Verbrauch am Objekt. So steht am Saisonende fest, was an welcher Liegenschaft gestreut wurde.
Ein Winterdienst ist ein Wettlauf gegen das Zeitfenster
Im Winterdienst entscheidet nicht die Arbeitsstunde, sondern der Zeitpunkt. Die Gemeindesatzung legt fest, ab wann Gehwege geräumt und gestreut sein müssen, werktags oft ab sieben Uhr, an Sonn- und Feiertagen später. Wer zwanzig Objekte in mehreren Kommunen betreut, fährt also nicht einfach eine Tour ab, sondern muss an jedem Objekt rechtzeitig fertig sein, und zwar nach der Uhr der jeweiligen Gemeinde.
ShiftScan hält deshalb zu jedem Einsatz zwei Zeitpunkte fest: wann der Mitarbeiter ihn erfasst hat und wann er beim Server eingegangen ist. Für den Abgleich mit dem Zeitfenster zählt der erste. Ein Einsatz, der im Funkloch um 6:40 Uhr erfasst und erst um 8 Uhr übertragen wurde, gilt also als rechtzeitig, und beide Zeiten stehen im Nachweis.
Für die Leitung zählt der Morgen, an dem etwas fehlt. Sind für ein Objekt Räumpflicht-Tage hinterlegt, prüft ShiftScan jede halbe Stunde, ob bis zum Ende des Zeitfensters ein Einsatz vorliegt, und meldet eine Lücke noch am selben Tag. Gezählt wird dabei der Eingang beim Server: Wird ein Einsatz offline erfasst und erst nach Fensterende übertragen, kann die Meldung kommen, obwohl geräumt wurde. Ein Blick in den Verlauf klärt das.
Der Unfall kommt Wochen später, der Anspruch bleibt Jahre
Wer auf Glätte stürzt, meldet sich selten am selben Tag. Oft kommt das Schreiben der Versicherung Wochen später, und Schadensersatzansprüche verjähren regelmäßig erst drei Jahre nach dem Ende des Jahres, in dem der Geschädigte von Schaden und Verantwortlichem erfahren hat (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB). So lange muss sich ein einzelner Morgen an einem einzelnen Objekt belegen lassen.
Ein Streubuch im Fahrzeug leistet das selten: Es geht verloren, wird nachgetragen oder ist so knapp geführt, dass es die entscheidende Frage nicht beantwortet. In ShiftScan liegt jeder Einsatz als eigener Eintrag am Objekt, mit Mitarbeiter, Zeitpunkt, Maßnahme, Streumittel und Menge, und findet sich für jeden Zeitraum im Verlauf des Objekts und als PDF wieder.
Nachträglich ändern lässt sich ein Einsatz nicht. Die Einträge werden nur angehängt, Ändern oder Löschen lehnt die Datenbank ab, und eine Hash-Kette über alle Nachweise macht sichtbar, wenn doch jemand eingreift. Das hat eine Kehrseite, die du kennen solltest: Ist ein Einsatz falsch erfasst, korrigierst du ihn nicht, sondern ergänzt einen weiteren Eintrag mit einer Notiz.
Was die Wetterdaten belegen und was nicht
Nach einem Sturz lautet die Frage fast immer: War es zu diesem Zeitpunkt glatt, und passte die Maßnahme dazu? Deshalb holt ShiftScan beim Eingang eines Einsatzes, der mit Standort erfasst wurde, die jüngste Messung der nächstgelegenen Station des Deutschen Wetterdienstes ab: Temperatur in zwei Metern Höhe und Niederschlag der letzten Stunde. Liegt die Temperatur bei null Grad oder darunter und fiel Niederschlag, steht am Eintrag der Hinweis Glätte.
Das ist ein starkes Indiz, aber kein Messprotokoll vom Gehweg. Die Station kann einige Kilometer entfernt liegen, und der Hinweis Glätte ist unsere eigene Regel, keine amtliche Warnung. Gemessen wird beim Eingang auf dem Server: Wird ein Einsatz offline erfasst, zeigen die Werte das Wetter zum Zeitpunkt der Übertragung. Wo es darauf ankommt, ergänzt ein Foto der Fläche den Beleg.
Die Wetterdaten entstehen nur, wenn ein Standort mitkommt. Wer ohne App per Scan und PIN erfasst, liefert keinen Standort, also auch keine Wetterwerte und keine Unterschrift. Wo dir der Wetterbeleg wichtig ist, erfassen die Mitarbeiter deshalb in der App. Im PDF für den Auftraggeber steht die Temperatur, Niederschlag und Station siehst du im Eintrag in ShiftScan.
Früher Start, kurze Nacht: die Arbeitszeit im Winterdienst
Ein Einsatz ab vier Uhr fällt zwei Stunden lang in die Nachtzeit, die § 2 Abs. 3 ArbZG von 23 bis 6 Uhr rechnet. Nachtarbeit im Sinne des Gesetzes wird daraus, sobald mehr als zwei Stunden in diese Zeit fallen, also bei einem Start vor vier Uhr. Ob dann ein Zuschlag oder freie Tage fällig sind, regeln § 6 Abs. 5 ArbZG und dein Tarifvertrag.
Heikler ist die Ruhezeit. Nach § 5 Abs. 1 ArbZG brauchen Beschäftigte nach dem Ende der täglichen Arbeitszeit elf Stunden ununterbrochene Ruhe. Wer bis 18 Uhr gearbeitet hat und um vier Uhr wieder räumt, hatte zehn. Dass es im Winter schneit, ist in der Regel kein außergewöhnlicher Fall, der nach § 14 ArbZG eine Abweichung erlaubt. Die Zeitenübersicht von ShiftScan weist zu kurze Ruhezeiten aus, in jedem Tarif.
Wer im Winter viel und im Sommer wenig arbeitet, gleicht das am besten über ein Arbeitszeitkonto aus. ShiftScan führt es ab dem Professional-Tarif, mit Soll, Ist und Saldo je Mitarbeiter.
Streumittel: was die Satzung erlaubt, steht im Nachweis
Viele Gemeinden schränken Auftausalz auf Gehwegen ein und lassen es nur bei Eisregen oder an Treppen und Gefällen zu, sonst sind abstumpfende Mittel wie Splitt oder Granulat vorgeschrieben. Welches Mittel an welchem Objekt zulässig ist, regelt die Satzung, und ein Auftraggeber kann vertraglich mehr verlangen.
ShiftScan schreibt dir kein Streumittel vor, sondern hält fest, was gestreut wurde: als Freitext je Einsatz, dazu die Menge in Kilogramm. Ist im Materialkatalog ein gleichnamiger Artikel in Kilogramm angelegt, wird die Menge bei Erfassung in der App als Verbrauch am Objekt gebucht. So lässt sich am Saisonende zeigen, wo wie viel gestreut wurde.
Was ShiftScan im Winterdienst nicht ist
ShiftScan ist kein Wetterdienst und keine Einsatzzentrale. Es gibt keine Glätte- oder Schneewarnung, die dein Team weckt, keine Rufbereitschaft und keine Tourenplanung mit Räumreihenfolge. Wann ausgerückt wird, entscheidest du anhand der Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und deines Vertrags. ShiftScan belegt danach, was passiert ist.
Auch Fahrzeugtelematik gehört nicht dazu. Die Streuroute zeichnet ShiftScan nur dort auf, wo du sie je Objekt freischaltest und der Mitarbeiter am Gerät einwilligt. Für den normalen Einsatz genügt der Standortpunkt, und wo ein Betriebsrat besteht, ist eine Aufzeichnung der Strecke mitbestimmungspflichtig (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG).
Geräumt. Gestreut. Belegt.
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